"Ecommony" statt Marktwirtschaft?

"Ecommony", das ist die Idee, die gesamte Wirtschaft auf Commons, also auf Gemeingütern beruhen zu lassen.

Wesentliche Prinzipien dabei sind:

  • Besitz statt Eigentum - Die Unterscheidung ist jetzt schon im Mietverhältnis rechtlich Realität; in der Commons-Wirtschaft geht es darum, die eine Seite - das Privateigentum - abzuschaffen. Dennoch bleibt Besitz - wie heute auch bei der Wohnung - geschützt; will sagen: Wenn etwas gebraucht/genutzt wird, darf es den Nutzenden nicht weggenommen werden (ganz platt und vereinfacht)
  • Teile, was Du kannst
  • Beitragen statt Tauschen
  • Offenheit/Freie Kooperation

Es ließe sich noch viel mehr dazu schreiben, aber sehr vieles steht bereits schon im Internet, unter anderem hier.

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Kein Umsonstladen ohne Kritik an der Marktwirtschaft

Täglich verhungern 30000 Menschen während gleichzeitig Tonnen von Essen weggeworfen werden. Für Profit wird die Zerstörung der Natur in Kauf genommen. Um das Wirtschaftswachstum zu sichern, werden ständig neue Bedürfnisse geschaffen und Waren unter unmenschlichen Bedingungen billig produziert, die nach kurzer Zeit kaputt gehen.

Gerade letzteres macht nochmal ganz deutlich, dass Marktwirtschaft wenig mit Produzieren für menschliche Bedürfnisse zu tun hat: Kein Mensch möchte Produkte, die sich nach einer gewissen Zeit geplant automatisch in Müll verwandeln. Umgekehrt würde aber eine Firma, die ewig haltbare Geräte produzierte, früher oder später scheitern, weil der Markt "gesättigt" wäre.

Hier wird sichtbar, was wir an allen Ecken und Enden sehen: Die "Marktwirtschaft" funktioniert nicht. Wirtschaft muss genügend Güter produzieren, um die Bedürfnisse zu stillen; aber genauso wichtig ist, dass diese Güter dann auch für die Bedürfnis-Habenden zugänglich sind. Und hier versagt die Marktwirtschaft gnadenlos - millionenfach mit tödlichen Folgen.

 

Umsonstläden sollen ein Gegenmodell aufzeigen und der Beginn sein für ein Netzwerk, das irgendwann groß und produktiv genug ist, um einen Ausstieg aus der Marktwirtschaft möglich zu machen: Damit auch jene leben können, die "ewig" haltbare Produkte schaffen.

Und viel viel wichtiger: Damit kein Mensch mehr hungern muss, Umweltzerstörung endet und Frieden "herrscht". Erwarten wir da zuviel? Nun, den Versuch ist es jedenfalls wert. Schlimmer als jetzt kann es bei diesem Versuch - global betrachtet - kaum kommen.